Ein gesundes Netzwerk im Dienste der Patienten

Der Aargauische Apothekerverband (AAV) lässt seiner Forderung nach verstärkter Zusammenarbeit im Gesundheitswesen Taten Folgen. Mit dem «Netzwerk Aargau» soll die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Apotheken und weiteren Leistungserbringern im Kanton optimiert und gestärkt werden. An einer ersten Veranstaltung in Buchs wurden die Bedürfnisse zwischen den Verantwortlichen der Apotheken, Spitex-Organisationen und stationären Pflegeinstitutionen im Medikamenten-Management eruiert.

Aarau, 27. Januar 2014: Am 23. Januar hat die Kick-off-Veranstaltung «Netzwerk Aargau – Medikamente-Management in der Grundversorgung» statt gefunden. Gut 170 Teilnehmende sind der Einladung des Aargauischen Apothekerverbandes nach Buchs gefolgt. Dies mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen den Apotheken, der Spitex-Organisationen und den stationären Pflegeinstitutionen zu stärken und Arbeitsabläufe im Medikamenten-Management im Sinne des Patienten zu verbessern.

Ein hochwertiges Gesundheitssystems basiert auf funktionierender Zusammenarbeit

Die Aargauer Bevölkerung wünscht die verstärkte Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Leistungserbringern im Gesundheitswesen. Dies haben die über 50‘000 Unterschriften bestätigt, die der AAV für seine «Miteinander-Initiative» 2011 gesammelt hat. Der Apothekerverband sieht sich daher auch in der Verantwortung, Bedürfnisse in der Zusammenarbeit mit Partner abzuklären und mögliche Lösungswege zu erarbeiten. Dies soll über die vom AAV dafür ins Leben gerufene Plattform «Netzwerk Aargau» erfolgen. Klares Ziel der Plattform ist die verstärkte Zusammenarbeit aller Leistungserbringer, die den Zugang zu medizinischen Dienstleistungen verbessert, ein umfassendes, aufeinander abgestimmtes und sicheres Gesundheitssystem gewährleistet und den effizienten Einsatz von Ressourcen bewerkstelligt.

Erfolgreiche Tagung mit intensivem Austausch

Für einen ersten Austausch haben sich in Buchs Apothekerinnen und Apotheker mit den Verantwortlichen aus der Spitex und den Pflegeinstitutionen an den Tisch gesetzt. Nach einführenden Kurzreferaten durch Urs Zanoni, Leiter Projekt MIVAG 17, Doris Stump, Präsidentin Spitex Verband Aargau, Ursula Egloff, Vizepräsidentin Vorstand AAV sowie für die stationäre Langzeitpflege Andreas Egger, Leiter Gerontopsychiatrie Reusspark wurde in Gruppen evaluiert. Insbesondere wurde dabei die lokale bzw. überregionale Zusammenarbeit zwischen den Leistungserbringern in intensiven Diskussionen analysiert. Die ausformulierten Bedürfnisse der einzelnen Tische zur Verbesserung der Patientenbetreuung wurden dabei priorisiert und mit Olga Hürlimann (Fachstelle Pflege ambulant im DGS), Muriel Sponagel (Kantonsapothekerin im DGS), den beiden Pflegedirektorinnen des KSA und KSB, Barbara Reutlinger und Yvonne Biri sowie den anwesenden Fachpersonen in einer kurzen Podiumsrunde diskutiert. Im anschliessenden dritten Teil formulierten die Teilnehmenden bereits erste mögliche Lösungsvorschläge. Diese sollen nun in der jeweiligen interprofessionellen Tisch-Zusammensetzung über den Sommer konkretisiert und an einer Ergebniskonferenz vom 18. September 2014 vorgestellt werden.

«Netzwerk Aargau» als Ergänzung zu MIVAG 17

Der AAV sieht seine Initiative mit «Netzwerk Aargau» als Ergänzung zum Projekt MIVAG 17 des Kantons. Dieses Projekt zur verbesserten Integrierten Versorgung ist am 1. Januar 2014 mit dem Ziel gestartet, gemeinsam die Qualität der Patientenbetreuung und damit die medizinische Grundversorgung im Aargau zu stärken. Der AAV wird somit als Teilnehmer von MIVAG 17 die Erkenntnisse und Lösungsvorschläge von Netzwerk Aargau direkt einfliessen lassen können.

Weitere Auskünfte erteilt:
Fabian Vaucher, Präsident Aargauischer Apothekerverband, 079 507 98 05

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