e-Innovation bringt höheren Patientennutzen

An der ausserordentlichen Mitgliederversammlung vom 12. Juni 2014 haben die Mitglieder des Aargauischen Apothekerverbandes (AAV) entschieden, im Bereich von eHealth einen wichtigen Schritt in die Zukunft zu tun. Davon profitieren neben den Apotheken in erster Linie Patientinnen und Patienten sowie andere Leistungserbringer aus dem Gesundheitswesen.

An der ausserordentlichen Mitgliederversammlung vom 12. Juni 2014 in Lenzburg hatten die AAV-Mitglieder über innovative Zukunftsmodelle im eHealth-Bereich zu entscheiden. Hoffnungen, die die Apotheker durch die Umsetzung der verschiedenen E-Modelle mit eHealth verbinden, betreffen insbesondere einen höheren Patientennutzen durch Vernetzung, mehr Effizienz, verbesserte Abläufe und – damit verbunden – eine verbesserte Patientensicherheit unter vollen Wahrung des Datenschutzes.

eHealth – Modell der Zukunft

2007 haben Bund und Kantone die gemeinsam erarbeitete „Strategie eHealth Schweiz“ verabschiedet. Im Rahmen der nationalen eHealth-Strategie soll bis 2015 das elektronische Patientendossier eingeführt werden. In der Sommersession 2014 hat sich auch der Ständerat klar für dessen Einführung ausgesprochen. Auch der Aargau bekennt sich zu eHealth und hat auf kantonaler Ebene seit 2010 verschiedene Projekte lanciert. In der Umsetzung dieser Vorhaben will auch der AAV eine aktive Rolle übernehmen.

AAV-Positionspapier für eHealth-Engagement

Für die AAV-interne eHealth-Strategie wurde im Vorstand ein Positionspapier entwickelt. Die für den AAV wichtigsten Grundsätze wurden den Mitgliedern nun an der DV vorgelegt und durch sie bewilligt. Das Ja zu eHealth bedeutet für den AAV und seine Mitglieder ein Engagement auf verschiedenen Ebenen. Mitunter soll in einem ersten Schritt ein Apotheker eigener eHealth-Fonds geäufnet werden. Dieser dient u.a. zur Mitfinanzierung von geplanten und in Kürze umzusetzenden Projekten im Bereich des eRezeptes zwischen dem AAV und verschiedenen Partnern im Gesundheitsnetzwerk. Ein Beispiel dafür ist das Projekt „Austrittsrezept“ mit dem Kantonsspital Baden.
Weiter fordert der Verband in Bezug auf künftige eHealth-Projekte u.a., dass

  • …die Sicherheit in der elektronischer Übermittlung verbessert, die Effizienz der Bearbeitung gesteigert und alle pharmazeutischen Interventionen zu Gunsten der Patienteninnen und Patienten in Bezug auf Sicherheit, Qualität und Kosten vor Abschluss des Abgabeprozesses gewährt sein müssen (Validierung der Verordnung).
  • …die Standardisierung und Vereinfachung der Prozesse dabei ohne Minderung der Patientensicherheit und der Datensicherheit gesteigert werden kann.
  • …die Patienten die Prozesse weitestgehend selbst steuern und dabei die Datenhoheit behalten. Sie bestimmen über die Tiefe der freigegebenen Daten. Notfallangaben müssen auch ohne Patienteneinverständnis möglich sein, jedoch muss der Zugriff für die Patientin oder den Patienten protokolliert und auch nachträglich nachvollzogen werden können.

Damit bilden nun die Beschlüsse der Mitgliederversammlung die Basis für das kommende Engagement der Apotheken und für die Zusammenarbeit mit anderen Partnern in Bezug auf eHealth-Modelle im Aargau. AAV-Präsident Fabian Vaucher begrüsst den positiven Entscheid seines Verbandes zu eHealth und freut sich: „Ich bin überzeugt, dass die Aargauer Apotheken als Know-how-Träger ihre Verantwortung auch in diesem Bereich wahr nehmen und mit mutigen Entscheidungen einen Beitrag für die Zukunft leisten müssen.“

Weitere Auskünfte erteilt:

Fabian Vaucher, Präsident AAV, TopPharm Apotheke & Drogerie Buchs
T +41 (0)79 507 98 05
vaucher@apobuchs.ch
www.apotheken-aargau.ch

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